Filmzeit: Rose
Ein filmisches und schauspielerisches Meisterwerk
In seinem lose auf historischen Fakten basierenden Drama „Rose“ erzählt Markus Schleinzer in stilisierten Schwarz-Weiß-Bildern und mit einer perfekt besetzten, wieder mal grandiosen Sandra Hüller, von einer Frau im17. Jhdt., die sich als Mann ausgibt. Nach zehn Jahren als Soldat taucht Rose mit einem Dokument in einem Dorf auf, das sie oder vielmehr ihn als legitimen Erben eines zerfallenden Hofes ausweist. Die Ankunft des durch einen Schuss im Gesicht Entstellten erregt große Aufmerksamkeit in dieser abgeschiedenen, von harter Arbeit und Verzicht geprägten Gegend. Das Misstrauen schwindet erst, als der Neuankömmling es tatsächlich schafft, den Hof wieder aufzubauen und bei einer Bedrohung für das Dorf mutig einschreitet. Diese Geschichte über geschlechtliche Machtverhältnisse und Rollenverteilung zwischen Tragik und Komik ist so zwingend, dass man sich dem Sog, den dieser Film entfaltet, kaum entziehen kann.
AT/DE2026
Regie: Markus Schleinzer
mit: Sandra Hüller, Caro Braun
FSK 12, 93 Minuten
Preis: 12 € / erm. 10 €
VVK: Herzog Theater Geldern
© PIFFL / Schubert